Adventskonzert am Sonntag, 3. Dezember 2017

Achtzig Sängerinnen und Sänger - einschließlich Kinderchor - sowie das Orchester boten am Nachmittag des 1. Advent in Chemnitz ein musikalisches Erlebnis auf hohem Niveau. Mitglieder des Sächsischen Blechbläser Consort unterstützten die Musiker auch in diesem Jahr in exzellenter Weise. Mit der zusätzlichen Besetzung eines Schlagwerkes war die musikalische Palette noch bunter.

Jeder Platz war besetzt, als Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Heiko Schreiter, die etwa 500 Konzertbesucher herzlich begrüßte. Sein Wunsch für jeden: einmal vom Alltag abschalten, die Stunde als Ruhepol nutzen und den Blick auf das Ziel „Weihnachten" lenken, ging sicher für die meisten innerhalb der zwei Stunden in Erfüllung.

Bereits der Auftakt „Herbei, o ihr Gläubigen“ von Chor, Orchester und Orgel vorgetragen, erzeugte im wahrsten Sinne mit „Pauken und Trompeten“ ein „Gänsehaut-Feeling“.

Danach wurde es im Saal dunkler und still. Diese optische und akustische Abstimmung verfehlte im Verlauf des Konzertes ihre Wirkung nicht. Der Blick erfasste den weihnachtlich geschmückten Raum und als vom Frauenchor „Still, still, weil`s Kindlein schlafen will“ erklang, begann die „Weihnachtsgeschichte“ mit bekannten sowie neuen Lied- und Instrumentalvorträgen.

Eine fast absolute Ruhe wurde ebenfalls mit dem Orgelstück „Vorspiel zu einer Weihnachtsfeier“ erreicht. Beeindruckend wie mächtig, aber auch leise die „Königin der Instrumente“ klingen kann.

Zum Nachdenken und Mitgefühl anregend sprach die Zuhörer die Geschichte über einen Obdachlosen an, die in erläuternden Worten zum folgenden Musikstück eindrucksvoll vorgetragen wurde und damit einen Spannungsbogen entstehen ließ. Der Komponist B. Balmages, als Beobachter des Geschehens, hat dieses unter dem Titel „A Solitary wish" treffend in Noten gesetzt, der als Klangerlebnis von Orchester und Klavier gefühlvoll interpretiert wurde. Der einsame Wunsch des Obdachlosen nach einer warmen Mahlzeit wurde in dieser wahren Begebenheit durch den Komponisten erfüllt.

In der Vielfalt der Musikvorträge, von der Gegenwart bis zurück in das 15te Jahrhundert, war für jeden Zuhörer etwas dabei. Der Fokus war auf Christus gerichtet – von seiner Geburt bis zu seinem zukünftigen Wiederkommen.

Beschwingte, mitreißende Weisen von den Blechbläsern sowie dem Orchester mit Klavierbegleitung vorgetragen, animierte manchen Gast, die bekannten Melodien vom „Rote-Nase-Rentier Rudolph“ oder „Let it snow“ mitzusummen. Anmerkung: Nach dem Konzert begann es tatsächlich an zu schneien.

Der Zyklus aus dem Oratorium „Der Messias“ war eine gelungene Zusammenfassung dieses Adventskonzertes. Applaus nach einzelnen Vorträgen und stehende Ovation am Ende des Konzertes drückten den Dank des Publikums an alle Mitwirkenden aus. Als Zugabe brachten junge Solisten, Chor und Instrumentalisten „Stille Nacht“ variationsreich zu Gehör. Über allem steht: Alles Gott zur Ehre!

In abschließenden Dankesworten des Bezirksältesten, Thomas Flemming, kam zum Ausdruck: „Was für eine Mischung!“ Bezugnehmend auf ein Lied der Kinder, in dem sie vom Wunsch „Frieden auf Erden“ sangen, gab er allen eine „Aufgabe“ mit: „Fangen wir doch damit bei uns selbst an, in der Familie, im Haus, am Arbeitsplatz… damit ist schon viel getan.“