Gemeindefest 2012 mit Premiere des Kindermusicals

Am Reformationstag fand das diesjährige Gemeindefest mit zahlreicher Beteiligung von Geschwistern aus der Nähe und Ferne statt. Mit Spannung wurde die Aufführung des Kindermusicals „David – ein echt cooler Held“ erwartet.

Nicht nur Mitglieder der Gemeinden Chemnitz, Burkhardtsdorf, Zschopau und ehemals Oederan fanden sich an diesem Nachmittag in der Mensa der TU Chemnitz ein, sondern auch manche Gäste und Glaubensgeschwister aus der Nähe und Ferne konnten begrüßt werden, die zum ersten Mal an diesem Zusammensein teilnahmen. Alle wurden vom Vorsteher der Gemeinde Chemnitz herzlich willkommen geheißen.

Besondere Freude war es, dass ein Priester im Ruhestand nach durchlebter schwerer Krankheit mit dabei sein konnte. Um ihm das zu ermöglichen, worauf er sich schon lange freute, hatten ihn Glaubensgeschwister von seinem jetzigen Wohnort abgeholt, wo er auf Grund der veränderten Lebensumstände sein neues Zuhause hat.

„… das schreibe ich auch einem Wunder des lieben Gottes zu“ – so sagte Hirte Heiko Schreiter in seinen einleitenden Worten, „dass unser Glaubensbruder in der Gemeinschaft diesen Tag erleben kann“, und sprach damit vielen aus dem Herzen.

Das zwölfte Gemeindefest stand unter dem Motto: „Handeln – im Namen des Herrn“. Im Mittelpunkt stand der „kleine“ und „große“ David. „Was hat ihn gekennzeichnet und was können wir von ihm lernen?“ – Diese Frage sowie die Antwort wurden an den Anfang gestellt. Die Kennzeichnung Davids ist:

  • er war mutig,
  • er vertraute auf Gott,
  • er tat nichts aus sich heraus, sondern alles, weil Gott hinter ihm stand.

Manchmal haben wir auch das Gefühl, was man tun möchte, schaffe man nicht ,und die Aufgabe, der man sich stellt, ist viel zu groß. Dann möge auch für uns gelten: Mut – Gottvertrauen – Gottes Hilfe.

Dieses Thema haben die Kinder mit viel Begeisterung, Zeit und Kreativität unter Anleitung in einem Musical verarbeitet. Die Proben zu „David – ein echt cooler Held“ begannen bereits im August 2011.

Bevor dieses Werk an diesem Nachmittag zur Aufführung kam, die als Live-Stream via Internet übertragen wurde, konnte nach dem gemeinsamen Gebet zunächst der „Sturm auf das Kuchenbuffet“ erfolgen.

Auch dieses Jahr waren viele helfende Hände in den Vorbereitungen und der Durchführung des Gemeindefestes beteiligt. Gemeinschaft macht stark, niemand musste sich allein fühlen.

Dem aufmerksamen Beobachter entgingen aber auch nicht manche Emotionen, die bei Zuhörern, bei den Vortragenden oder auch in Gesprächen sichtbar wurden. Mancher musikalische Beitrag, manche Geste ging zu Herzen. So begann die Direktübertragung der alttestamentlichen Geschichte über David und Goliath mit einem winkenden Gruß aller Anwesenden in das „weltweite Netz“. Insbesondere wurde damit eine Verbindung zum Hospiz „Greifensteine“ gesucht, in dem Kinder und Erwachsene in ihrem letzten Lebensabschnitt in besonderer Weise betreut werden.

Mit Spannung, Lampenfieber und Freude traten die kleinen und großen Darsteller auf die Bühne. Die Konzentration bei den Verantwortlichen der Technik, den Helfern auf und hinter der Bühne sowie den kleinen Haupt-Darstellern in ihren selbst gebastelten Kostümen und Requisiten war wie ein „Flitzebogen“ gespannt. Nicht nur bei ihnen.

Selbst die kleinsten Zuschauer unterhalb der Bühne unternahmen erfinderische Anstrengungen, um recht nahe am Geschehen zu sein.

Die Leistung der jungen Moderatoren und der Kinder war beachtlich, denn die Länge des Stückes mit seinen vielen Texten, Liedern und Handlungen zollt Respekt und wurde immer wieder mit gebührendem Applaus belohnt. Die Anstrengung bei den Kleinen ließ sich nach gewisser Zeit durch Ermüdung, kleine Versprecher oder „Aktionsverzögerung“ erahnen. Bei allen Aktiven, die das Projekt begleitet haben, war nach dem Ende der Aufführung ebenfalls sichtliche Erleichterung wahrzunehmen.

Mit den geplanten weiteren Aufführungen des Musicals, auch außerhalb der Kirche, ist der Wunsch verbunden, als eine offene und missionierende Gemeinde einen Beitrag für wohltätige Zwecke zu leisten. Möge die viele Mühe der Akteure, der Eltern, Betreuer und Sponsoren nur Gutes bewirken.

Vor und während des gemeinsamen Abendessens konnten manche Gespräche geführt werden. Mit einem besinnlichen Solovortrag eines „Gute-Nacht-Liedes“ sowie dem abschließenden Gebet klang das Gemeindefest aus. Kinder, die an diesem Nachmittag mit Hilfe von Erwachsenen kleine Laternen gebastelt hatten, konnten „gut beleuchtet“ den Heimweg antreten.

Vielleicht hat der eine oder andere mit einem Blumenstöckchen und etwas Kuchen aus diesem Beisammensein in den folgenden Tagen Glaubensgeschwistern, die verhindert waren, eine Freude gemacht.

Ein offizieller Dank gilt dem Luther-Verlag Bielefeld, der die Genehmigung zur Aufführung des Musicals gab, dem Rechenzentrum der TU Chemnitz sowie der Firma DSI in Dresden, die die technischen Voraussetzungen der Datenübertragung schufen.

Über allem aber steht der Dank an den himmlischen Vater, der zu dem Vorhaben das Gelingen geschenkt hat.

M.We. (Fotos: St. B./M.We./Ph.W./R.L.)