Zwei gebürtige Hallenser Künstler in Chemnitz

Erneut gastierte der Thüringer Universitätsorganist Wieland Meinhold in der neuapostolischen Kirche Chemnitz.

Dieses Mal standen Orgelbearbeitungen von Händel und Originalwerke alter Meister wie Tallis, Philips, Morley, Greene, Stanley, Bull, Boyce und Purcell auf dem Programm. Die dargebotenen Fantasien, Preludes, Airs, Trumpet tunes und Voluntarys erklangen mit der gebotenen Würde. Auch Händels Largo, seine Ouvertüre und Doppelfuge g-Moll, die berühmte Pifa und Sarabande verfehlten auf der 42 Register umfassenden Orgel ihre Wirkung beim interessierten Publikum nicht.

In seiner Moderation erläuterte Herr Meinhold – auch er wie Händel in Halle geboren –, dass Händel nicht nur für uns Deutsche ein wichtiger Komponist, sondern für die Briten bis heute der "Größte" ist! Den Drang Englands nach festlicher Musik erfüllte er nicht nur mit der Feuerwerks- und Wassermusik, auch seine opulenten Oratorien in St. Pauls Cathedral waren für die Londoner Anlass genug, ihn nachhaltig zu feiern. Ein passionierter Organist soll er zudem gewesen sein, reine Orgelwerke hingegen gibt es von ihm nicht.

Im Vorfeld des Konzertes bot der Organist eine kindgerechte Orgelführung inklusive des Begutachtens von echten Orgelpfeifen und eines Blicks in das Innere der Königin der Instrumente an. Sein junges Publikum war hellauf begeistert und dankte es ihm mit großer Aufmerksamkeit, Applaus und vielen Fragen.

R. H-L.