Das Bibelwort für diesen besonderen Gottesdienst ist aus dem Kolosser 3,17:
„Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“
Die musikalische Umrahmung übernahmen Chor, Flügel, Orgel sowie ein Bläserquartett. Gemeinsam sorgten sie für eine festliche und bewegende Atmosphäre, die die Herzen der Gottesdienstbesucher berührte.
Gemeindevorsteher Priester Jens Morbach erinnerte in seiner Predigt daran, dass alle guten Gaben von Gott kommen. Er betonte, wie wichtig es ist, aufmerksam und achtsam zu sein, um die Geschenke Gottes im Alltag überhaupt wahrzunehmen. Oft suchen wir nach etwas Besonderem und übersehen dabei das Gute, das direkt vor uns liegt.
Dankbarkeit bedeutet, zu erkennen, was man erhalten hat und es wertzuschätzen. Menschen, die dankbar sind, erleben ihr Leben erfüllter und zufriedener als jene, die diese Haltung nicht einnehmen können. Die Gemeinde wurde ermutigt, das Herz für Gott zu öffnen und ihm die eigene Dankbarkeit für alles Geschenkte zu zeigen.
Evangelist Silvio Beyer stellte in seinem Predigtbeitrag heraus, dass Erntedank mehr ist als ein nostalgischer Rückblick auf bäuerliche Zeiten. In unserer modernen Welt, in der wir vieles einfach aus dem Regal nehmen können, droht die Dankbarkeit aus dem Blick zu geraten. Die Dinge, die unser Leben tragen, sind Geschenke Gottes und keine Selbstverständlichkeit. Erntedank lädt uns ein, genau hinzusehen und uns bewusst zu machen, wie sehr wir von vielen Faktoren abhängig sind.
Der Evangelist betonte außerdem, dass das Erntedankfest mehr als ein Tag schöner Worte sein soll. Es ruft uns zur Verantwortung gegenüber anderen Menschen, uns selbst, der Schöpfung und den nachfolgenden Generationen auf. Jeder sollte sich fragen, wie er mit dem umgeht, was ihm geschenkt ist, wie er die Arbeit anderer wertschätzt und ob er einen Blick für diejenigen hat, denen es nicht so gut geht.
In der Zusammenfassung hob der Gemeindevorsteher hervor, dass Dankbarkeit zu einer tiefen Zufriedenheit führt. Sie verändert vielleicht nicht die Situation, aber sie ändert die Blickweise darauf und macht es möglich Gottes Geschenke mit einem zufriedenen Herzen anzunehmen.
Im Anschluss an den Gottesdienst berichtete Priester Peter Stettinius von einem besonderen Ereignis: Die Übergabe des Nagelkreuzes an unsere Gemeinde. Dieses Nagelkreuz wird in den kommenden Wochen einen festen Platz in unserer Kirche einnehmen und uns in vielerlei Hinsicht begleiten.
Die Anwesenheit des Nagelkreuzes soll die Gedanken, Gespräche und Emotionen der Gemeindemitglieder darauf lenken, wie wichtig das Thema Versöhnung ist.
Möge die Erfahrung des Erntedankfestes und die Präsenz des Nagelkreuzes uns dazu inspirieren, Dankbarkeit und Versöhnung im Alltag bewusst zu leben.
Neuapostolische Kirche