Lichtelfahrt zum Bergbaumuseum in Oelsnitz am 01.12.2015

Treffpunkt: 13 Uhr am Chemnitzer Busbahnhof. Das Ziel der diesjährigen "Lichtelfahrt" war Oelsnitz im Erzgebirge.

Der Besuch im ehemaligen Karl-Liebknecht-Schacht gab durch die sachkundige Führung, historischen Ausstellungsgegenstände sowie Dokumentationen um das "schwarze Gold" einen interessanten Einblick in die sächsische Bergbaugeschichte.

Informationen zur Entstehung des Steinkohlewaldes, zu der schweren Arbeit der Bergleute und den damit verbundenen Gefahren, Krankheiten, Unglücken bis zu Katastrophen brachten die Zuhörer nicht nur zum Staunen, sondern machten auch nachdenklich – besonders, als an das Grubenunglück 1960 im Zwickauer Schacht erinnert wurde, wodurch 125 Bergleute starben. 

Bei der abschließenden symbolischen "Mettenschicht" mit Kaffee, belegten Brötchen, Glühwein und Stollen (Gebäck) im Stollen (unterirdischer Gang), wurden wir mit einem kleinen stimmungsvollen, typisch erzgebirgischen Kulturprogramm unterhalten. Der Fokus war auf Sitten und Gebräuche im Erzgebirge und die Bewahrung menschlicher Werte gerichtet. Zur Gitarrenbegleitung erklangen Erzgebirgslieder, es wurde von wahren (?) Begebenheiten berichtet und wie der Name der "Knappen" entstand. Die Legende dazu ist auf dem Altarbild in der St. Annenkirche (Annaberg) zu sehen. Die Bedeutung von Buckelbergwerk, Bergmann und Engel sowie das "Outfit" (einschließlich der Symbolik und Inhalt der Nottasche) eines Bergmannes war ebenfalls ein Thema. Interessant ist, dass der Pferdegöpel die Grundidee für die Weihnachtspyramiden lieferte.

Die nachvollziehbare Sehnsucht nach dem Licht stand in unser aller Sinn. Deshalb hieß es mit Überzeugung – damals, wie heute: "Glück auf!" Ein herzliches Dankeschön durch den 60plus-Beauftragten an die Veranstalter und wie treffend festgestellt wurde: "Vom Bergwerk kommt alles her." Gegen 17.30 Uhr ging die Lichtelfahrt durch weihnachtlich beleuchtete Ortschaften zurück nach Chemnitz.