Seit dem 5. März 2025 gibt es in Chemnitz ein ökumenisches Nagelkreuzzentrum. An diesem Tag wurde das Nagelkreuz in der Stadtkirche St. Jakobi übergeben und hat dort seinen Stammplatz.
Da die Nagelkreuzgemeinde aus Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen besteht, entstand der Gedanke, dass dieses Kreuz ein Wandernagelkreuz sein soll. Das bedeutet, es kann für eine Zeit an Orte verliehen werden, an denen der Gedanke der Versöhnung im Fokus steht.
Am Sonntag, dem 28. September 2025, feierten neunzehn Geschwister der Neuapostolischen Gemeinde den Erntedankgottesdienst mit der Gemeinde der Chemnitzer Stadtkirche St. Jakobi und nahmen das Nagelkreuz entgegen.
In dem Gottesdienst mit einer erfüllenden Predigt, die Mut machte, aus der Dankbarkeit heraus aktiv zu werden, Gutes weiterzugeben sowie Störendes wegzuräumen und dagegen aufzubegehren, berichteten Annegret Richter und Priester Peter Stettinius über die geplanten Vorhaben, wie der Versöhnungsgedanke in der Neuapostolischen Gemeinde erlebbar werden soll:
Ob in Sonntagsschule, in Religions- oder Konfirmandenunterricht, ob an einem Jugendabend oder zu einem 60plus-Nachmittag: Jung und Alt werden sich darüber austauschen, was Versöhnung bedeutet, von eigenen Erlebnissen berichten, erfahren, wie wir als Christen so für Frieden in uns und unserer Umgebung sorgen können und warum es so wichtig ist, dass wir uns aktiv für Frieden und Versöhnung in der Gesellschaft einsetzen.
Daraufhin wurde das Nagelkreuz an Priester Stettinius übergeben, und die versammelte Gemeinde sprach das Versöhnungsgebet von Coventry.
Nach dem Gottesdienst gab es einen regen Austausch bei Kaffee und Knabbereien.
In den nächsten Wochen steht nun das Kreuz in der Neuapostolischen Kirche in Chemnitz, die Gemeinde ist aufgerufen, ein lebendes Zentrum des Versöhnungsgedankens in unserer Stadt zu sein. Eine Aufgabe, die uns an unserer christlichen Aufgabe, Menschen untereinander und mit Gott zu versöhnen, wachsen und so ein Segen sein lässt.
Neuapostolische Kirche